Häufig gestellte Fragen – Sandwichplatten

1. Was ist eine Sandwichplatte?

Eine Sandwichplatte ist ein vorgefertigtes Bauelement, das aus zwei äußeren Deckschichten, meist aus Stahlblech, und einem dazwischenliegenden Wärmedämmkern besteht. Der Kern kann beispielsweise aus PIR-Schaum oder Mineralwolle hergestellt werden.

Sandwichplatten vereinen die Funktionen Gebäudeverkleidung und Wärmedämmung. Dadurch lassen sich Wände und Dächer schnell errichten, ohne zahlreiche einzelne Schichten herstellen zu müssen.

Sie werden unter anderem beim Bau von Hallen, Lagergebäuden, Garagen, Werkstätten, Industrie- und Landwirtschaftsgebäuden, Gewerbeobjekten sowie Kühlhäusern eingesetzt.

Je nach Anwendungsbereich unterscheidet man hauptsächlich zwischen Wand-Sandwichplatten und Dach-Sandwichplatten.


2. Woraus besteht eine Sandwichplatte?

Eine typische Sandwichplatte besteht aus zwei Stahlblechdeckschichten und einem dazwischenliegenden Dämmkern. Alle Schichten sind fest miteinander verbunden und bilden ein einziges vorgefertigtes Bauelement.

Die am häufigsten verwendeten Dämmkerne sind:

  • PIR – bietet eine sehr gute Wärmedämmleistung bei vergleichsweise geringer Dicke.
  • Mineralwolle – wird vor allem dort eingesetzt, wo bestimmte Anforderungen an den Brandschutz und die Schalldämmung erfüllt werden müssen.

Die äußeren Stahlbleche sind in verschiedenen Farben, Schutzbeschichtungen und Profilierungen erhältlich. Dadurch können die Platten sowohl an den Verwendungszweck als auch an die Optik des Gebäudes angepasst werden.


3. Welche Dicke sollten Sandwichplatten haben?

Die Dicke einer Sandwichplatte sollte entsprechend dem Verwendungszweck des Gebäudes, der erforderlichen Wärmedämmung, dem Dämmkern und der Frage, ob das Gebäude beheizt wird, gewählt werden.

Es gibt keine einheitliche Plattendicke, die für jede Anwendung geeignet ist.

In der Praxis können dünnere Platten bei Gebäuden mit geringen Anforderungen an den Wärmeschutz verwendet werden. Beheizte Gebäude benötigen dagegen in der Regel eine stärkere Dämmung.

Bei der Auswahl sollten folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Verwendungszweck des Gebäudes
  • Gewünschte Innentemperatur
  • Art des Dämmkerns
  • Wärmedurchgangskoeffizient U-Wert
  • Planungsanforderungen und geltende Vorschriften
  • Einsatz als Wand- oder Dachplatte

Sandwichplatten sollten nicht ausschließlich nach ihrer Dicke ausgewählt werden. Zwei Platten mit derselben Dicke, aber unterschiedlichen Dämmkernen oder aus verschiedenen Systemen können unterschiedliche Wärmedämmeigenschaften aufweisen.

Orientierungshilfe zur Dicke von PIR-Sandwichplatten

PIR-PlattendickeDämmniveauTypische Anwendung
40 mmGrundlegendUnterstände, Überdachungen, unbeheizte Garagen und Nebengebäude
60 mmGrundlegend / mittelGaragen, Lager und Nebengebäude mit geringen Wärmeschutzanforderungen
80 mmGutGaragen, Werkstätten, Lagerhallen und Hallen, auch zeitweise beheizte Gebäude
100 mmHochBeheizte Garagen, Werkstätten, Lagerhallen und Industriehallen
120 mmSehr hochBeheizte Gebäude mit hohen Anforderungen an die Wärmedämmung
150 mmSehr hochGebäude mit hohen energetischen Anforderungen und spezielle Anwendungen

Wichtig: Diese Tabelle dient ausschließlich der allgemeinen Orientierung. Die Plattendicke allein entscheidet nicht darüber, ob ein Produkt für ein bestimmtes Gebäude geeignet ist.

Vor der Auswahl sollten insbesondere der U-Wert des konkreten Plattenmodells, die Art des Dämmkerns, der Einsatzbereich (Wand oder Dach), die Gebäudenutzung sowie die Anforderungen der Planung und der geltenden Vorschriften geprüft werden.


4. Welche Sandwichplatten-Dicke eignet sich für eine Garage?

Die geeignete Dicke einer Sandwichplatte für eine Garage hängt hauptsächlich davon ab, ob die Garage beheizt wird und welche Innentemperatur erreicht werden soll.

Für unbeheizte Garagen können dünnere Platten infrage kommen, während beheizte Garagen eine bessere Wärmedämmung benötigen.

Bei Garagen mit PIR-Sandwichplatten werden häufig Dicken von 40, 60, 80, 100 mm und mehr berücksichtigt. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede dieser Dicken für jede Garage geeignet ist.

GaragentypWichtigste Auswahlkriterien
Unbeheizte GarageWitterungsschutz und Kosten
Zeitweise beheizte GarageAusgewogenes Verhältnis zwischen Preis und Wärmedämmung
Ganzjährig beheizte GarageAusreichend niedriger U-Wert
An das Wohnhaus angebaute GaragePlanungsanforderungen und geltende Vorschriften

Soll die Garage ganzjährig beheizt werden, muss die Plattendicke anhand der erforderlichen Wärmedämmleistung der Gebäudehülle bestimmt werden und nicht allein anhand häufig verwendeter Standarddicken.


5. Welche Sandwichplatte eignet sich für eine beheizte Garage?

Für eine beheizte Garage empfiehlt sich eine Sandwichplatte mit guten Wärmedämmeigenschaften, beispielsweise mit PIR-Kern. Die Dicke sollte entsprechend dem erforderlichen U-Wert gewählt werden.

Je niedriger der U-Wert eines Bauteils ist, desto geringer sind die Wärmeverluste.

Deshalb lohnt es sich bei beheizten Garagen in der Regel, dickere Sandwichplatten als bei einfachen unbeheizten Garagen in Betracht zu ziehen.

Ebenso wichtig ist die fachgerechte Ausführung der Plattenverbindungen, Ecken, Garagentore, Blechanschlüsse und anderer Bereiche, in denen Wärmebrücken entstehen können.

Ist die Garage Teil eines Wohngebäudes oder unterliegt sie bestimmten energetischen Anforderungen, muss die endgültige Auswahl mit der Bauplanung und den aktuellen technischen Vorschriften übereinstimmen.


6. Welche Sandwichplatte eignet sich für eine unbeheizte Garage?

Bei einer unbeheizten Garage sind die Anforderungen an die Wärmedämmung in der Regel geringer als bei einer beheizten Garage. Daher können häufig dünnere Sandwichplatten verwendet werden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass grundsätzlich die dünnste oder günstigste Platte gewählt werden sollte.

Es ist zu berücksichtigen, ob die Garage ausschließlich zum Abstellen eines Fahrzeugs oder zusätzlich als Werkstatt, Lagerraum oder zeitweise beheizter Raum genutzt wird.

Wenn eine spätere Beheizung geplant ist, kann es sinnvoll sein, bereits beim Bau eine Sandwichplatte mit besserer Wärmedämmleistung einzusetzen.


7. Welche Sandwichplatten-Dicke eignet sich für eine Halle?

Es gibt keine universelle Sandwichplatten-Dicke, die für jede Halle geeignet ist. Die richtige Auswahl hängt hauptsächlich vom Verwendungszweck des Gebäudes, der erforderlichen Innentemperatur und den Wärmedämmeigenschaften der Wände und des Daches ab.

Eine unbeheizte Lagerhalle stellt andere Anforderungen als eine beheizte Produktionshalle oder ein Kühlhaus.

Bei der Planung sollten insbesondere folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Nutzungsart der Halle
  • Innentemperatur
  • Heizungsart
  • Erforderlicher U-Wert
  • Art des Dämmkerns
  • Einsatzbereich – Dach oder Wand
  • Brandschutzanforderungen
  • Technische Vorschriften und Gebäudeplanung

Bei größeren Industriegebäuden sollte die Plattendicke daher in erster Linie aus der Bauplanung und den erforderlichen Eigenschaften der Gebäudehülle abgeleitet werden.


8. Welche Sandwichplatte eignet sich für eine Werkstatt?

Bei der Auswahl von Sandwichplatten für eine Werkstatt sollten sowohl die Wärmedämmleistung als auch die Nutzungsart der Räumlichkeiten berücksichtigt werden.

Wird die Werkstatt ganzjährig beheizt, sind die Wärmedämmeigenschaften der Wände und des Daches besonders wichtig.

Sandwichplatten mit PIR-Kern sind für solche Gebäude eine beliebte Lösung, da sie eine gute Wärmedämmleistung bei vergleichsweise geringer Dämmkerndicke bieten.

Vor der Auswahl sollten folgende Fragen geklärt werden:

  • Wird die Werkstatt beheizt?
  • Welche Innentemperatur soll im Winter erreicht werden?
  • Ist mit erhöhter Luftfeuchtigkeit zu rechnen?
  • Welche Brandschutzanforderungen gelten?
  • Werden spezielle Innenbeschichtungen benötigt?
  • Welche Anforderungen gelten für Wände und Dach?

Für Werkstätten mit besonderen Nutzungsarten können zusätzliche Anforderungen gelten, die sich aus der Bauplanung und der ausgeübten Tätigkeit ergeben.


9. Welche Sandwichplatte eignet sich für ein Lagergebäude?

Sandwichplatten für Lagergebäude sollten vor allem nach der Art der gelagerten Waren und der erforderlichen Innentemperatur ausgewählt werden.

Bei einem unbeheizten Lagergebäude können die Wärmeschutzanforderungen vergleichsweise gering sein. Wird das Lager jedoch beheizt, muss eine ausreichende Wärmedämmung von Wänden und Dach gewährleistet werden.

Für Gebäude, in denen Produkte mit kontrollierten Lagertemperaturen oder besonderen Hygieneanforderungen aufbewahrt werden, gelten zusätzliche Anforderungen.

Bei der Auswahl sollten daher nicht nur die Plattendicke, sondern auch folgende Eigenschaften berücksichtigt werden:

Art des Dämmkerns, U-Wert, Deckschicht, Schutzbeschichtung, Brandschutzanforderungen und Ausführung der Plattenverbindungen.


10. Welche Sandwichplatte eignet sich für ein Nebengebäude?

Für ein Nebengebäude können sowohl Sandwichplatten mit PIR-Kern als auch – abhängig von den Anforderungen – Platten mit Mineralwollkern eingesetzt werden. Entscheidend sind der Verwendungszweck des Gebäudes und die Frage, ob es beheizt wird.

Ein einfaches, unbeheiztes Gebäude zur Lagerung von Geräten stellt andere Anforderungen an die Wärmedämmung als eine beheizte Werkstatt, ein Stallgebäude oder ein ganzjährig genutztes Objekt.

Bei Nebengebäuden sollten insbesondere folgende Faktoren berücksichtigt werden:

  • Innenraumbedingungen
  • Mögliche Feuchtigkeitsbelastung
  • Belüftung
  • Anforderungen an die Wärmedämmung
  • Art und Beständigkeit der Stahlblechbeschichtung
  • Brandschutzanforderungen

Die Wahl der Sandwichplatte sollte daher auf der tatsächlichen Nutzung des Gebäudes basieren und nicht ausschließlich auf dem niedrigsten Preis pro m².