Häufig gestellte Fragen – PIR-Dämmplatten

1. Was ist eine PIR-Dämmplatte?

Eine PIR-Dämmplatte ist ein moderner Wärmedämmstoff aus Polyisocyanurat-Hartschaum. Sie zeichnet sich durch eine sehr gute Wärmedämmleistung, ein geringes Gewicht und eine hohe Effizienz bei vergleichsweise geringer Dicke aus.

PIR-Dämmplatten werden zur Dämmung von Dächern, Dachgeschossen, Wänden, Fußböden und Decken sowohl im Wohnungsbau als auch im Industriebau eingesetzt.

Einer ihrer größten Vorteile ist die niedrige Wärmeleitfähigkeit Lambda (λ), die bei ausgewählten PIR-Dämmplatten lediglich 0,022 W/(m·K) beträgt. Dadurch lässt sich eine sehr gute Wärmedämmung erreichen, ohne besonders dicke Dämmschichten verwenden zu müssen.

2. Was ist der Unterschied zwischen PIR und PUR?

PIR (Polyisocyanurat) und PUR (Polyurethan) sind verwandte Dämmstoffe, die sich in ihrer chemischen Struktur und ihren Gebrauchseigenschaften unterscheiden.

PIR-Dämmplatten weisen in der Regel eine höhere thermische Stabilität und ein günstigeres Verhalten bei erhöhten Temperaturen auf als herkömmliche PUR-Schäume.

Bei hohen Temperaturen kann sich auf der Oberfläche von PIR eine verkohlte Schicht bilden. Diese kann den Wärmeeintrag in tiefere Materialschichten begrenzen und den weiteren thermischen Abbau verlangsamen.

Beide Materialien bieten eine gute Wärmedämmung. PIR wird jedoch häufig für Anwendungen gewählt, bei denen eine formstabile Dämmung mit hoher thermischer Effizienz erforderlich ist.

Bei der Auswahl eines konkreten Produkts sollten dessen deklarierte Eigenschaften und die Anforderungen des jeweiligen Bauteils berücksichtigt werden.

3. Wofür werden PIR-Dämmplatten verwendet?

PIR-Dämmplatten dienen der Wärmedämmung von Gebäuden. Sie reduzieren Wärmeverluste im Winter und tragen dazu bei, die Erwärmung der Innenräume im Sommer zu begrenzen.

Zu den häufigsten Einsatzbereichen gehören:

  • Dämmung von Steil- und Flachdächern.
  • Dämmung von ausgebauten und nicht ausgebauten Dachgeschossen.
  • Dämmung von Außen- und Innenwänden.
  • Dämmung von Fußböden und Bodenkonstruktionen.
  • Dämmung von Garagen, Werkstätten und Nebengebäuden.
  • Energetische Sanierung bestehender Gebäude.

PIR-Dämmplatten eignen sich besonders dort, wo eine hohe Wärmedämmleistung bei begrenztem Platz für die Dämmung erforderlich ist.

4. Ist PIR besser als Styropor (EPS)?

PIR-Dämmplatten bieten in der Regel eine bessere Wärmedämmleistung als herkömmliches expandiertes Polystyrol (EPS). Dadurch kann mit einer dünneren Materialschicht ein vergleichbarer Wärmedurchlasswiderstand erreicht werden.

Beispielsweise bieten 10 cm PIR mit λ = 0,022 W/(m·K) ungefähr denselben Wärmedurchlasswiderstand wie 16 cm EPS mit λ = 0,035 W/(m·K).

PIR eignet sich besonders für Bereiche, in denen nur wenig Platz für die Dämmung vorhanden ist, beispielsweise in Dachgeschossen, auf Terrassen oder in Fußbodenkonstruktionen.

EPS ist beim Kauf häufig günstiger. Deshalb sollten bei der Auswahl nicht nur die Materialpreise, sondern auch die erforderliche Dämmstoffdicke, die mechanischen Eigenschaften und die Gesamtkosten des Dämmsystems verglichen werden.

5. Ist PIR besser als Mineralwolle?

PIR-Dämmplatten und Mineralwolle besitzen unterschiedliche Eigenschaften. Die Wahl hängt deshalb vom Gebäudetyp und den gewünschten Dämmparametern ab.

PIR bietet eine sehr gute Wärmedämmleistung bei geringerer Dicke. Mineralwolle zeichnet sich dagegen durch günstige schalltechnische Eigenschaften aus und ist in Produkten mit den Brandverhaltensklassen A1 oder A2 erhältlich.

EigenschaftPIR-DämmplattenMineralwolle
Typische Wärmeleitfähigkeit λ0,022–0,0270,030–0,040
Erforderliche Dicke bei vergleichbarem WärmewiderstandGeringerIn der Regel größer
SchalldämmungAbhängig vom SystemMeist günstiger
FeuchtigkeitsbeständigkeitViele Produkte haben eine geringe WasseraufnahmeAbhängig vom Produkt und Schutz
FormstabilitätStarre DämmplattenMatten und Platten unterschiedlicher Festigkeit

Lambda-Werte in W/(m·K). Die angegebenen Bereiche dienen der Orientierung.

Wenn eine möglichst geringe Dämmstoffdicke bei hoher Wärmedämmleistung entscheidend ist, kann PIR die günstigere Lösung sein. Bei hohen Anforderungen an die Nichtbrennbarkeit oder den Schallschutz sollte Mineralwolle in Betracht gezogen werden.

6. Welche Wärmeleitfähigkeit (Lambda) haben PIR-Dämmplatten?

Der Wärmeleitfähigkeitskoeffizient Lambda (λ) beschreibt, wie gut ein Material den Wärmedurchgang begrenzt. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Dämmwirkung bei gleicher Dicke.

PIR-Dämmplatten erreichen in der Regel Lambda-Werte von etwa 0,022 bis 0,027 W/(m·K), abhängig vom Produkt, seinen Deckschichten und der Dicke.

Beispielsweise können termPIR AL-Dämmplatten mit Aluminiumkaschierung eine deklarierte Wärmeleitfähigkeit von 0,022 W/(m·K) erreichen.

Dank des niedrigen Lambda-Werts ermöglichen PIR-Dämmplatten eine geringere Dämmschichtdicke im Vergleich zu vielen herkömmlichen Dämmstoffen.

Beim Kauf sollte immer der deklarierte λD-Wert des jeweiligen Produkts geprüft werden.

7. Sind PIR-Dämmplatten feuchtigkeitsbeständig?

PIR-Dämmplatten besitzen überwiegend eine geschlossenzellige Struktur. Deshalb zeichnen sich viele Produkte durch eine geringe Wasseraufnahme aus.

Sie können in verschiedenen Bauteilen eingesetzt werden, auch in Bereichen mit erhöhter Feuchtigkeitsbelastung, sofern ein geeignetes Dämmsystem verwendet wird.

Dabei ist zu beachten, dass Feuchtigkeitsbeständigkeit keine vollständige Wasserdichtigkeit bedeutet. PIR-Dämmplatten ersetzen keine Bauwerksabdichtung. Ihre Fugen und Kanten müssen fachgerecht geschützt werden.

Eine richtig geplante PIR-Dämmung kann dazu beitragen, das Risiko von Tauwasserbildung infolge ausgekühlter Bauteile zu reduzieren. Voraussetzung ist jedoch eine fachgerechte Planung des gesamten Schichtenaufbaus.

8. Wie lange halten PIR-Dämmplatten?

PIR-Dämmplatten sind Wärmedämmstoffe, die für eine langfristige Nutzung ausgelegt sind. Bei fachgerechter Montage und Nutzung können sie ihre Eigenschaften über viele Jahrzehnte behalten.

Die Haltbarkeit hängt insbesondere von den Nutzungsbedingungen, dem Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung sowie der Auswahl eines geeigneten Produkts ab.

Im Gegensatz zu Materialien, die sich bei bestimmten Einbauarten setzen können, behalten starre PIR-Dämmplatten ihre Form, wenn sie unter den vorgesehenen Bedingungen eingesetzt werden.

Eine fachgerecht ausgeführte PIR-Dämmung muss nicht allein aufgrund ihres Alters regelmäßig ausgetauscht werden. Die genaue Nutzungsdauer und die Garantiebedingungen hängen jedoch vom jeweiligen Produkt und System ab.

9. Sind PIR-Dämmplatten gesundheitlich unbedenklich?

PIR-Dämmplatten für Bauanwendungen können sicher verwendet werden, wenn sie fachgerecht eingebaut und entsprechend den Herstellerangaben eingesetzt werden.

Nach Abschluss des Herstellungsprozesses bilden sie einen starren Dämmstoff, der in entsprechend geplanten Bauteilen von Wohn- und Gewerbegebäuden verwendet werden kann.

Beim Schneiden und Montieren der Platten sollte die Staubbelastung möglichst gering gehalten und die empfohlene persönliche Schutzausrüstung getragen werden.

Bei der Produktauswahl sollten die technischen Unterlagen, die deklarierten Eigenschaften und der vorgesehene Verwendungszweck geprüft werden. Bei Innenanwendungen ist außerdem die fachgerechte Ausführung der Bekleidungs- und Abschlussschichten besonders wichtig.

10. Welche Dicke von PIR-Dämmplatten sollte man wählen?

Die Dicke einer PIR-Dämmplatte sollte an die Art des Bauteils, die erforderliche Wärmedämmleistung und die Eigenschaften des gewählten Materials angepasst werden.

Bei einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,022 W/(m·K) ergeben sich für verschiedene Dicken folgende Wärmedurchlasswiderstände:

PIR-DickeWärmedurchlasswiderstand R
40 mm1,82
60 mm2,73
80 mm3,64
100 mm4,55
120 mm5,45
150 mm6,82
160 mm7,27
200 mm9,09

R in m²·K/W. Berechnete Werte für λ = 0,022 W/(m·K).

Je dicker die PIR-Dämmschicht ist, desto größer ist ihr Wärmedurchlasswiderstand und desto geringer sind die Wärmeverluste durch die Dämmung.

Bei der Auswahl muss der U-Wert des gesamten Bauteils berücksichtigt werden, nicht nur die Dicke der Dämmplatte.

11. Wie viel PIR ersetzt 10 cm Styropor?

Um einen mit 10 cm herkömmlichem EPS mit λ = 0,035 W/(m·K) vergleichbaren Wärmedurchlasswiderstand zu erreichen, reichen etwa 6,3 cm PIR mit λ = 0,022 W/(m·K) aus.

In der Praxis kann eine 70 mm dicke PIR-Dämmplatte verwendet werden, die einen etwas höheren Wärmedurchlasswiderstand als die angenommenen 100 mm EPS bietet.

Dadurch lassen sich etwa 3 cm Dämmstoffdicke einsparen, was insbesondere bei der Dämmung von Fußböden, Dachgeschossen und Wänden von innen vorteilhaft sein kann.

Dieser Vergleich bezieht sich ausschließlich auf die Dämmschichten und setzt die angegebenen Lambda-Werte voraus.

12. Wie viel PIR ersetzt 15 cm Styropor?

15 cm EPS mit einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,035 W/(m·K) entsprechen hinsichtlich des Wärmedurchlasswiderstands etwa 9,4 cm PIR mit λ = 0,022 W/(m·K).

In der Praxis kann eine 100 mm dicke PIR-Dämmplatte eine geeignete Alternative sein.

MaterialDickeWärmedurchlasswiderstand R
EPS, λ = 0,035150 mm4,29
PIR, λ = 0,022100 mm4,55

R in m²·K/W.

In diesem Vergleich bietet PIR mit 100 mm Dicke eine etwas bessere Wärmedämmung als EPS mit 150 mm Dicke, bei einer um 5 cm geringeren Dämmstoffdicke.

13. Wie viel PIR ersetzt 20 cm Styropor?

20 cm EPS mit λ = 0,035 W/(m·K) entsprechen etwa 12,6 cm PIR mit λ = 0,022 W/(m·K).

Um mindestens einen vergleichbaren Wärmedurchlasswiderstand zu erreichen, kann eine 130 mm dicke PIR-Dämmplatte in Betracht gezogen werden, sofern diese Dicke im gewählten System erhältlich ist.

MaterialDickeWärmedurchlasswiderstand R
EPS, λ = 0,035200 mm5,71
PIR, λ = 0,022120 mm5,45
PIR, λ = 0,022130 mm5,91
PIR, λ = 0,022140 mm6,36

R in m²·K/W.

Durch den Einsatz von PIR kann die Dämmstoffdicke bei vergleichbarem Wärmedurchlasswiderstand um etwa 7 cm reduziert werden.

14. Reichen 50 mm PIR-Dämmung aus?

Eine 50 mm dicke PIR-Dämmplatte kann eine wirksame Dämmschicht bilden. Ob sie ausreicht, hängt jedoch von der Art des Bauteils und den Wärmeschutzanforderungen des Gebäudes ab.

Bei λ = 0,022 W/(m·K) bietet eine 50 mm dicke PIR-Dämmplatte einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 2,27 m²·K/W.

Diese Dicke kann beispielsweise als zusätzliche Dämmung eines Dachgeschosses, einer Wand, einer Decke oder einer Garage eingesetzt werden.

Bei beheizten Wohngebäuden reichen 50 mm PIR als einzige Dämmschicht für ein Dach oder eine Außenwand in der Regel nicht aus.

Die erforderliche Dicke sollte anhand der Berechnung des U-Werts des gesamten Bauteils bestimmt werden.

15. Reichen 80 mm PIR für die Dachgeschossdämmung aus?

Eine 80 mm dicke PIR-Dämmplatte mit λ = 0,022 W/(m·K) bietet einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 3,64 m²·K/W.

Sie kann als zusätzliche Dämmschicht im Dachgeschoss eingesetzt werden, beispielsweise unter den Sparren oder in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung.

Bei einem beheizten Dachgeschoss eines Wohnhauses reichen 80 mm PIR als einzige Dämmschicht in der Regel nicht aus, um den in Polen geforderten U-Wert von höchstens 0,15 W/(m²·K) zu erreichen.

Die endgültige Dicke hängt von der Dachkonstruktion, weiteren Dämmschichten und dem Einfluss von Wärmebrücken ab.

16. Reichen 100 mm PIR für die Dachdämmung aus?

Eine 100 mm dicke PIR-Dämmplatte mit λ = 0,022 W/(m·K) bietet einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 4,55 m²·K/W.

Diese Dicke kann als Bestandteil einer Dachdämmung geeignet sein. Bei beheizten Wohngebäuden reicht sie als einzige Wärmedämmschicht jedoch meist nicht aus.

Für Dächer über typischen beheizten Wohnräumen in Polen gilt ein maximal zulässiger U-Wert von 0,15 W/(m²·K).

Bei vielen Konstruktionen lohnt es sich, PIR-Dämmplatten mit einer Dicke von etwa 150–160 mm oder mehr in Betracht zu ziehen, abhängig vom gesamten Dachaufbau.

Vor der Materialauswahl sollten wärmetechnische Berechnungen durchgeführt werden, die sämtliche Dachschichten und Wärmebrücken berücksichtigen.

17. Welche PIR-Dämmstoffdicke eignet sich für den Fußboden?

Die Dicke von PIR-Dämmplatten für Fußböden hängt von der Gebäudekonstruktion, der Art des Untergrunds, der Heizung und der erforderlichen Wärmedämmleistung ab.

Bei λ = 0,022 W/(m·K) ergeben sich folgende ungefähre Wärmedurchlasswiderstände:

PIR-DickeWärmedurchlasswiderstand R
60 mm2,73
80 mm3,64
100 mm4,55
120 mm5,45

R in m²·K/W.

Für erdberührte Fußböden in beheizten Wohnräumen gilt in Polen in der Regel ein maximaler U-Wert von 0,30 W/(m²·K).

Bei der Auswahl von PIR-Dämmplatten müssen neben der Wärmedämmleistung auch die Druckfestigkeit, die zu erwartenden Bodenbelastungen und die Anforderungen des gesamten Fußbodenaufbaus berücksichtigt werden.

18. Welche PIR-Dämmstoffdicke eignet sich für eine Wand?

Die Dicke von PIR-Dämmplatten für Wände hängt vom Wandbaustoff, der vorhandenen Dämmung und dem erforderlichen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) ab.

Für typische Außenwände beheizter Wohngebäude gilt in Polen die Anforderung U ≤ 0,20 W/(m²·K).

Eine 100 mm dicke PIR-Dämmplatte mit λ = 0,022 W/(m·K) bietet einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 4,55 m²·K/W und kann bei bestimmten Wandkonstruktionen ausreichend sein.

Die endgültige Auswahl sollte jedoch durch eine wärmetechnische Berechnung des gesamten Wandaufbaus bestätigt werden.

Bei einer Innendämmung muss zusätzlich das Risiko der Tauwasserbildung berücksichtigt und der Schichtenaufbau entsprechend geplant werden.

19. Wie wählt man die PIR-Dicke gemäß den polnischen WT-2021-Anforderungen?

Die Dicke der PIR-Dämmplatten sollte so gewählt werden, dass das gesamte Bauteil die geltenden Wärmeschutzanforderungen erfüllt.

Für typische beheizte Wohnräume in Polen gelten folgende maximale U-Werte:

BauteilMaximaler U-Wert
Dach und Flachdach0,15 W/(m²·K)
Außenwand0,20 W/(m²·K)
Erdberührter Fußboden0,30 W/(m²·K)
Decke über einem unbeheizten Keller0,25 W/(m²·K)

Die erforderliche Dämmstoffdicke lässt sich zunächst mithilfe folgender Formel abschätzen:

R = d / λ

Dabei bezeichnet R den Wärmedurchlasswiderstand, d die Materialdicke in Metern und λ die Wärmeleitfähigkeit.

Beispielsweise bietet eine 150 mm dicke PIR-Dämmplatte mit λ = 0,022 W/(m·K) einen Wärmedurchlasswiderstand von etwa 6,82 m²·K/W.

Der Wärmedurchlasswiderstand der Dämmung allein reicht jedoch nicht aus, um die Einhaltung der WT-2021-Anforderungen nachzuweisen. Weitere Bauteilschichten, Wärmebrücken und relevante rechnerische Korrekturen müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

20. Eignen sich PIR-Dämmplatten für die Dachdämmung?

Ja. PIR-Dämmplatten werden sowohl im Wohnungsbau als auch im Industriebau häufig zur Wärmedämmung von Steil- und Flachdächern eingesetzt.

Ihr größter Vorteil besteht darin, dass sich eine hohe Wärmedämmleistung mit einer vergleichsweise geringen Materialdicke erreichen lässt.

Je nach Dachtyp und verwendetem System können PIR-Dämmplatten wie folgt eingebaut werden:

  • Als Aufsparrendämmung.
  • Als Untersparrendämmung.
  • Als Zwischensparrendämmung, sofern das gewählte System diese Einbauart zulässt.
  • Auf Flachdächern unter einem geeigneten Abdichtungssystem.

Bei Steildächern kann eine PIR-Aufsparrendämmung Wärmebrücken reduzieren, die durch die Holzkonstruktion des Daches entstehen.

Bei Flachdächern müssen PIR-Dämmplatten mit ausreichender mechanischer Festigkeit und mit Deckschichten ausgewählt werden, die mit dem vorgesehenen Dachabdichtungssystem kompatibel sind.

Richtig ausgewählte PIR-Dämmplatten können in Dachkonstruktionen eingesetzt werden, die die Anforderungen an Wärmeschutz und Brandsicherheit erfüllen, einschließlich entsprechend klassifizierter Dachsysteme, die nach polnischen Vorschriften als nicht brandweiterleitend (NRO) eingestuft sind.

Die NRO-Klassifizierung muss sich jedoch auf den konkret geprüften Dachaufbau beziehen.